Korbi ist der Bessere

Ana ist die Beste – bleiben da noch Reste? Fürwahr, wie dieser filigran, gar zauberhaft‘ Korbinian. Denn was sich liebt, das leckt neckt sich; so wird’s gesagt, drum schreck‘ ich, nicht zurück mit Flaus und Finten – um zu nähern mich von hinten; mit Schalk im Nacken und der Pflicht, zu pfoppen ihn mit dem Gedicht:

Korbi

In des Kellers finstrer Ecke
werkt der Korbi, die Schwulette.
 
Präpotent, denn dieser Bob,
ist – salopp – ein Sprachen-Snob.
Weidet Phrasen sowie Wörter
grinsend aus wie ein Gestörter.
 
Isst bei großen Denkblockaden
massig Duplo-Schokoladen.
„Jeden Tag ein halbes Pfund,
durch mein‘ Mund ab in den Schlund.“
 
Pflegt er vollen Rachens babbelnd,
sorglos sich im Schritte grabbelnd.
 
Krault, ach würgt und feste drückt,
zur Pausenslück‘ sein bestes Stück.
Nennt dies „routinierte Muße“,
ungeniert und fern von Buße.
 
„Stress ist schlecht als Linguist,
ich lös den Druck wie ein Purist.
Mit rechts es meistens prima klappt,
blitzschnell gefappt, und alles pappt!“
 
Die Hand dann voll mit lauer Siffe,
löst er aufs neue Sprachen-Kniffe.
 
Doch eines gilt’s bestimmt zu meiden,
bringt dir nur Leiden bis zum Scheiden:
Denn wer erwähnt das „Japan“-Wort,
rhetorisch in der Hölle schmort.
 
Er liebt’s zu schwätzen ohne Ende,
weit mehr als Freuden in der Lende.
Drum nimm zu Herzen dir den Clou:
gönn ihm partout die stille Ruh‘.
 
Und in des Kellers finstrer Ecke
wankt der Korbi, die Schwulette.
 
❤️🧡💛💚💙💜