Schwarz auf weiß: Wen ich knalle und mich verknalle

Es folgt eine kurze, amateurhafte Auswertung des überaus unprofessionellen Dark Core Personality Tests, des „D-Faktors“. Verglichen werden die Testergebnisse meiner Wenigkeit mit denen dreier Exfreunde sowie fünf weiterer Mitmenschen, welchen ich überaus zuneigte, zuneige und zuneigen würde.

Schwarz auf weiß. Diese Goethes „Faust“ entstammende Wendung bezieht sich nicht ausschließlich auf Geschehnisse der Vergangenheit hinsichtlich südländischer Liebhaber, sondern nebenbei bemerkt auch auf den Wesensartenkontrast der von mir bis dato innig begehrten Personen im Kontext des Meinigen. Captain Obvious: Jene schwarz auf weiß stehenden Resultate bestätigen bereits bekannte Befunde: I bims 26,89 % heller als der Durchschnittsmensch vong Wesen her, meine Exfreunde und Auserkorenen indes 16,61 % düstrer.

Ich knalle und verknalle mich ergo tendenziell in die dunkle Seite der Macht. Wohlan, nichts ist trügerischer als eine offenkundige Tatsache …

Egoismus

Das Abgreifen von Vorteilen auf Kosten anderer.

Machiavellismus

Die Skrupellosigkeit als ein Mittel zum Zweck.

Moralische Enthemmung

Die Abwesenheit von Moral und Schuldgefühlen.

Narzissmus

Das Vorherrschen von Selbstbezogenheit und Überheblichkeit.

Übertriebenes Anspruchsdenken

Das Einfordern größerer Anrechte als andere.

Psychopathie

Das Fehlen von Empathie und emotionaler Stabilität.

Sadismus

Die Lust an der Qual anderer.

Selbstbezogenheit

Das stete Streben nach Macht, Ruhm und Ehre.

Gehässigkeit

Die Freude am Schaden anderer.

Gesamtfaktor des „Dark Cores“

Der Durchschnitt meiner Werte, der meiner Freunde und der aller anderen Teilnehmer des Tests.

Alter Vietnamese, ist mir bisweilen langweilig …

Korbi ist der Bessere

Ana ist die Beste – bleiben da noch Reste? Fürwahr, wie dieser filigran, gar zauberhaft‘ Korbinian. Denn was sich liebt, das leckt neckt sich; so wird’s gesagt, drum schreck‘ ich, nicht zurück mit Flaus und Finten – um zu nähern mich von hinten; mit Schalk im Nacken und der Pflicht, zu pfoppen ihn mit dem Gedicht:

Korbi

In des Kellers finstrer Ecke
werkt der Korbi, die Schwulette.
 
Präpotent, denn dieser Bob,
ist – salopp – ein Sprachen-Snob.
Weidet Phrasen sowie Wörter
grinsend aus wie ein Gestörter.
 
Isst bei großen Denkblockaden
massig Duplo-Schokoladen.
„Jeden Tag ein halbes Pfund,
durch mein‘ Mund ab in den Schlund.“
 
Pflegt er vollen Rachens babbelnd,
sorglos sich im Schritte grabbelnd.
 
Krault, ach würgt und feste drückt,
zur Pausenslück‘ sein bestes Stück.
Nennt dies „routinierte Muße“,
ungeniert und fern von Buße.
 
„Stress ist schlecht als Linguist,
ich lös den Druck wie ein Purist.
Mit rechts es meistens prima klappt,
blitzschnell gefappt, und alles pappt!“
 
Die Hand dann voll mit lauer Siffe,
löst er aufs neue Sprachen-Kniffe.
 
Doch eines gilt’s bestimmt zu meiden,
bringt dir nur Leiden bis zum Scheiden:
Denn wer erwähnt das „Japan“-Wort,
rhetorisch in der Hölle schmort.
 
Er liebt’s zu schwätzen ohne Ende,
weit mehr als Freuden in der Lende.
Drum nimm zu Herzen dir den Clou:
gönn ihm partout die stille Ruh‘.
 
Und in des Kellers finstrer Ecke
wankt der Korbi, die Schwulette.
 
❤️🧡💛💚💙💜

I bims 1 panromantisch-demisexuelles Ding vong Identität her

Die sexuelle Identität – es irrt der Mensch, solang er strebt; er vermag weder reine Wahrheit noch reinen Irrtum zu begreifen.

Es wird anno 2010 gewesen sein, als meine Wenigkeit durch empirische Sozialforschung Vermutungen attestierte und zur folgerechten Erkenntnis gelangte, tendenziell homosexuell sein zu müssen. Dies ward des Männlichkeit Begattungs Begehrens Auftakt.

Doch ich irrte.

Bereits 2014 reflektierte ich die seit 2010 hinzugewonnenen Erfahrungen kritisch – und schärfte die bisherige Definition meiner Sexualität beflissen nach. Ich sah mich nun als tendenziell bisexuell. Dies ward des Weiblichkeit Begehrens Auftakt.

Doch ich irrte.

Denn schon 2016 widerrief ich einstige Lehren und stellte auf Basis praxisorientierter Versuche und Fehlschläge die nunmehr unverbrauchte, wagemutige Theorie auf, tendenziell asexuell zu sein. Dies ward des Niemandes Begehrens Auftakt.

Doch ich irrte.

Anfang 2018 entwickelte ich schließlich einen geschlechtstriebspezifischen Leitfaden, welcher wertvolle Konklusionen vergangener Jahre mit meinen stets als kontradiktorisch empfundenen Gefühlen in Einklang zu bringen vermochte und die bis dato nahe liegendste Definition meiner Sexualität repräsentiert: Panromantisch-demisexuell. Dies ward des Gesamtheit Begehrens Auftakt.

Panromantisch-demisexuell bedeutet mir, dass ich mich zu jedem Geschlecht jedweder sexueller Ausprägung und räumlichen Abstammung hingezogen fühle. Ich bin generell Menschen zugetan. Doch benötige eine tiefgehende Freundschaft auf Basis von universeller Kenntnis und bedingungslosem Vertrauen, bevor ich gegenüber anderer Personen weiterführende Gefühle oder sexuelles Verlangen entwickeln kann – was mitunter wenige Monate bis mehrere Jahre beansprucht.

Doch irrte ich?

Garantiert. Die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit in all ihren Facetten – nicht nur der Sexualität per se – ist ein fortlaufender Prozess und endet erst zum finalen Zeitpunkt des Ablebens. Bis dahin avancieren wir so gravierend, dass wir im Alter philosophisch wie psychologisch betrachtet im Vergleich zu unserem jungen Ich einen vollends anderen, fremdartigen Menschen darstellen [siehe].

Doch, ich irrte.

Und gehe ergo davon aus, in absehbarer Zeit eine neuerliche, mitunter noch genauere Näherung ob meiner sexuellen Orientierung vorbringen zu dürfen.